Wofür wird das Geld verwendet?

Die Ausgleichsabgabe wird ausschließlich für die Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben eingesetzt.

Ablaufdiagramm wie das Geld der Ausgleichsabgabe von Unternehmen über das Integrationsamt zu verschiedenen Einrichtungen fliesst.

Die Integrations-/Inklusionsämter haben im Kalenderjahr 2017 rund 556 Millionen EUR für die Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben aus den Mitteln der Ausgleichsabgabe verwendet. Zum Großteil kommt die Ausgleichsabgabe wieder den Betrieben zugute und zwar denen, die schwerbehinderte Menschen beschäftigen. Sie wird verwendet für Leistungen im Rahmen der Begleitenden Hilfe im Arbeitsleben und zum Zweck der Arbeitsförderung schwerbehinderter Menschen.

20 Prozent des Geldes werden von den Integrations- und Inklusionsämtern an den Ausgleichsfonds beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales weitergeleitet. Aus diesem Fonds finanziert das Ministerium zum Beispiel überregionale Vorhaben und Projekte zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben. Außerdem erhält die Bundesagentur für Arbeit aus diesem Fonds Gelder zur besonderen Förderung der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben. Das Projekt REHADAT, mit dessen Mitteln diese Webseite entstanden ist, wird übrigens zu großen Teilen aus dem Ausgleichsfonds finanziert.

Symbolgrafik zu Leistungen für Unternehmen mit schwerbehinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die aus der Ausgleichsabgabe bezahlt werden: Finanzielle Hilfen zur Schaffung und Sicherung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen für schwerbehinderte Menschen. Zusätzlich gibt es beratende Hilfen wie Kursangebote, Fachmedien, Begleitung, Arbeitsmaterialien für schwerbehinderte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die Grafik zeigt einen Geld- und Beratungsfluss von Inklusions- und Integrationsamt, regionalen und bundesweiten Förderprojekten und Integrationsfachdiensten hin zu Unternehmen.

Unternehmen, die schwerbehinderte Menschen beschäftigen oder ausbilden (wollen), können durch finanzielle und auch durch beratende Hilfen gefördert werden.

Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabeverordnung

Die Verwendung der Ausgleichsabgabe ist in der Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabeverordnung (§ 14 SchwbAV) gesetzlich geregelt. So darf beispielsweise das Gehalt der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Integrations-/Inklusionsämter nicht von dem Geld bezahlt werden.